 | 9 UWSF (5) 1997 | | Die besonders attraktive Aufnahme eines Flechtenbewuchses bezieht sich auf die Empfehlung des Arbeitskreises „Bioindikation/Wirkungsermittlung“ der Landesämter und Landesanstalten für Umweltschutz zur landesweiten Erhebung von Immissionswirkungen mit Bioindikatoren, verabschiedet im April 1996 (vgl. Beitrag S. 273 – 282). Ziele sind die Ermittlung ihrer geographischen Verteilung und zeitlichen Entwicklung sowie der Hintergrund-Immissionswirkungen. Dazu ist die Einrichtung von landesweiten Meßnetzen und Dauerbeobachtungsstationen notwendig. Um Untersuchungen der einzelnen Bundesländer miteinander vergleichen und aus den Ergebnissen ein Gesamtbild für die Bundesrepublik erstellen zu können, werden Mindestanforderungen an Untersuchungsumfang und –methoden gestellt. Als Bioindikatoren werden im passiven Biomonitoring die Moose und Flechten, im aktiven Biomonitoring die standardisierten Graskulturen, der Grünkohl, Kleine Brennessel und Tabak empfohlen. Die Untersuchungsparameter erstrecken sich über anorganisch- und organisch-chemische Stoffe bis zu Photooxidantien. Des weiteren werden detaillierte methodische Empfehlungen zur standardisierten Graskultur und zum Grünkohl ausgesprochen. Foto: Dr. Ludwig Ries, Umweltbundesamt, Berlin. |
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