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Chemikalienpolitik

Anwendungen von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft. Veranlassung für ein Forschungsvorhaben *. Teil 1: Problemanalyse (8 Seiten)
Uwe Lahl
Korrespondenzautor: Uwe Lahl, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Robert-Schuman-Platz 3, D-53175 Bonn (uwe.lahl@bmu.bund.de)

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DOI: http://dx.doi.org/10.1065/uwsf2005.08.101

Die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln ist nach § 15 Abs. 1 Nr.3 d9 und e PflSchG nur zu erteilen, falls diese bei bestimmungsgemäßer und sachgerechter Anwendung oder als Folge einer solchen Anwendung keine schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier und auf die sonstige belebte Umwelt, insbesondere auf Gewässer haben. Die Einvernehmensbehörde Umweltbundesamt wird dem Auftrag des Gesetzgebers im Einzelfall durch eine konditionierte Zulassung gerecht. So sind je nach Toxizität und Exposition des Pflanzenschutzmittels definierte Mindestabstände zum Gewässer einzuhalten.
Wegen der in einer Reihe von Untersuchungen festgestellten negativen Auswirkungen des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln auf Gewässer ist die Frage zu stellen, ob einzelne Pflanzenschutzmittel nicht hätten zugelassen werden dürfen bzw. die umweltbezogenen Auflagen in der Vergangenheit ausreichend streng festgelegt wurden oder ob die Auflagen in der Praxis von Landwirten nicht im erforderlichem Umfang beachtet werden. Das hier beschriebene Forschungsvorhaben soll dazu dienen, eventuell vorhandenes Fehlverhalten und Praxisprobleme aufzuklären und zu dokumentieren. Die Ermittlungen werden unangekündigt durchgeführt, weil nur auf diese Weise die tatsächliche Praxis erfasst werden kann. Die erhobenen Daten werden anonymisiert, weil es nicht Ziel des Vorhabens ist, einzelne Landwirte zu 'überführen'.

* Aufgabe des beschriebenen Vorhabens ist die Ermittlung repräsentativer Daten für das gesamte Bundesgebiet. Ein erstes Zwischenergebnis wird 2006 vorliegen. Dann wird dieser Beitrag mit einem Teil 2 ’Ergebnisse und Diskussion’ fortgesetzt.



Application of Pesticides in Agriculture. Part 1: Problem Analysis (8 pp)
Uwe Lahl
Corresponding author:: Uwe Lahl, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Robert-Schuman-Platz 3, D-53175 Bonn (uwe.lahl@bmu.bund.de)

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DOI: http://dx.doi.org/10.1065/uwsf2005.08.101

A political dispute has broken out over a research project by the Federal Environmental Agency (UBA) concerning the use of plant protection agents in agriculture.

Under Article 15 para. 1 No. 3 d and e of the Plant Protection Act, plant protection agents can only be authorised if their proper and appropriate use, or the consequences of such use, have no negative impacts on human or animal health or on other biological communities, especially water bodies. In specific cases, the Federal Environmental Agency as the approving authority fulfils the legislative requirements with a conditional authorisation. Thus, for example, specified minimum distances to the water body must be observed according to the toxicity and exposure of the plant protection agent. The many continuing negative impacts on water bodies from the use of plant protection agents raise questions as to whether certain plant protection agents ought not to have been authorised, and whether environmental requirements were strict enough in the past or whether farmers did not comply with them to a sufficient degree. The research project described here will clarify and document possible improper practices and practical problems. Investigations will be undertaken without prior notice, as only this will enable the actual practices to be recorded. Data will be anonymous, since the project does not aim to 'convict' individual farmers.

The task of the project is to collect representative data for the whole of Germany. Initial interim results will be available 2006. This report will then be continued in a 'Part 2'.

18 UWSF (1) 41-48 (2006)

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