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Beitragsserien: Integrative Umweltbewertung

Die Rolle von Kommunikation in der Umweltbewertung: Eine ökonomische Betrachtung planerischer Projekte am Beispiel der kommunalen Landschaftsplanung
Markus Heid
Korrespondenzautor: Markus Heid, Institut für Agrarökonomie, Lehrstuhl Agrarmarketing der Universität Kiel, Olshausenstrasse 40, D-24118 Kiel (mheid@agric-econ.uni-kiel.de)

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DOI: http://dx.doi.org/10.1065/uwsf2003.01.054 - - -
Ziel und Absicht. Umweltrelevante Planungen sind häufig mit Problemen behaftet. Dies liegt unter anderem auch daran, dass die dabei angewendeten Maßstäbe und dazugehörigen Bewertungsverfahren nicht transparent gemacht werden (müssen). Deshalb wird in diesem Beitrag dargelegt, wie ein Bewertungsverfahren allgemein strukturiert ist, bevor ausführlich das Wesen des ökonomischen Bewertungssystems vorgestellt wird. Aus dieser Perspektive werden Anforderungen an Planungen deutlich, die sie zu erfüllen haben, wollen sie ihre Aufgabe - die Bereitstellung öffentlicher Güter - effizient erledigen. - - -
Schwerpunkte. Es wird gezeigt, dass aus ökonomischer Perspektive ein Planungsverfahren den Markt bei der effizienten Koordination individueller Präferenzen ersetzen soll. Ursache für das ineffiziente Bereitstellungsniveau von Umweltgütern durch private Hersteller sind deren Charakteristika der Nichtrivalität sowie der Nichtausschliessbarkeit, die dafür verantwortlich sind, dass solche öffentlichen Güter keinen Preis besitzen. Umweltgüter müssen somit kooperativ erstellt werden. Dieses zu leisten, wird als Aufgabe von Planungsprozessen angesehen. Als wesentliches Merkmal von Planungen werden anhand qualitativer Befragungen Kommunikationsprozesse identifiziert. - - -
Ergebnisse und Schlussfolgerungen. Umweltrelevante Planungen sind in starkem Maße von kommunikativen Prozessen abhängig. Demnach sind sie auch dadurch steuerbar. Ergebnisse der interdisziplinären Kommunikationsforschung zeigen, dass durch geeignete Kommunikationstechniken das in der Planung zur Erstellung öffentlicher Güter erforderliche kooperative Verhalten begünstigt werden kann. Hierbei zeichnet sich immer mehr ab, dass bei der Förderung kooperativer Entscheidungen (soziale) Normen eine wichtige Rolle spielen. Derartige Normen können besonders durch sog. Sozialtechniken aktiviert werden. - - -
Ausblick. Aus ökonomischer Perspektive leiden umweltrelevante Planungen meist an zwei Dingen: Zum einen werden häufig die Verfahren und Methoden, mit deren Hilfe die betreffenden Umweltgüter bewertet werden, nicht genügend transparent gemacht. Zum anderen werden häufig die in der lokalen Bevölkerung bzw. bei den direkt Betroffenen vorherrschen individuellen Präferenzen nicht ausreichend ermittelt bzw. berücksichtigt, um eine effiziente Allokation der Umweltgüter zu gewährleisten. Werden in Zukunft vermehrt kommunikative Techniken bei diesen Problemen angewendet, kann sowohl auf eine Erhöhung der Effizienz wie auch eine Erhöhung der Akzeptanz derartiger Planungsvorhaben gehofft werden.



The Role of Communication in the Environmental Evaluation
Markus Heid
Corresponding author:: Markus Heid, Institut für Agrarökonomie, Lehrstuhl Agrarmarketing der Universität Kiel, Olshausenstrasse 40, D-24118 Kiel (mheid@agric-econ.uni-kiel.de)

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Goal and Scope. Planning projects concerning the environment often provoke problems due to a lack of transparency of the applied scales and the appropriate evaluation methods. This paper therefore examines the general structure of all valuation processes before describing the character of the economic evaluation method in detail. From this point of view, requirements on planning processes are coming out which are to be achieved if their duty - the provision of public goods - is to be carried out efficiently. - - -
Features. It will be shown that from an economists perspective a planning procedure acts as a surrogate of the market in coordinating individuals preferences. The reasons for the inefficient level of the provision of environmental goods by private producers are their main characteristics: non-rivality and non-excludability; therefore public goods do not possess prices. Thus environmental goods have to be produced by cooperation and planning processes have to guarantee this. The main character of planning procedures is be seen in communication processes which is documented by a narrative study. - - -
Results and Conclusions. Planning projects concerning the environment are strongly contingent on communication processes. Thus, they are also controllable by communication. The interdisciplinary research in communications shows that cooperative behaviour which is required for planning projects that should provide public goods can be benefited by applicative communication technologies. In this juncture (social) norms more and more emerge to act an important part in conveying cooperative behaviour. Especially the so called Sozialtechniken seem to be able to activate such norms. - - -
Outlook. From the economists point of view planning projects concerning the environment mostly desiderate two things: Firstly, the procedures and methods which are applied to evaluate the regarding environmental goods in many cases suffer from transparency. Secondly, individuals preferences predominant by the local population and accordingly by the directly involved parties are mostly not acquired adequately to achieve an efficient allocation of environmental goods. Applying more communication technologies to solve these two problems in the future both an increase of efficiency and an increase of the acceptability of such planning projects can be expected.

15 UWSF (1) 39-44 (2003)

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