Chemische Substanzen, die im Verdacht stehen, das Hormonsystem von Mensch und Tier negativ beeinflussen zu können - so genannte Endocrine Disruptors (EDS) - haben in den letzten Jahren zu steigender Besorgnis geführt. Befunde aus verschiedenen europäischen Ländern haben gezeigt, dass diese Stoffe unter anderem die Fortpflanzungsfähigkeit von Fischen und marinen Schnecken negativ beeinflussen können.
Um auch für Österreich bundesweite Daten erheben zu können und in der Folge einen Beitrag für den gesamteuropäischen Überblick leisten zu können, wurde im Frühjahr 1999 ein Konsortium namens Austrian Research Co-operation Endocrine Disruptors (ARCEM) ins Leben gerufen. Finanziert wird dieses Projekt von den österreichischen Bundesländern, dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft und der Österreichischen Kommunalkredit AG.
In vier Fachmodulen wird von verschiedenen österreichischen Institutionen fachübergreifend an dieser Thematik gearbeitet. |