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Übersichtsbeiträge

Synthetische Nitromoschus-Duftstoffe und Bromocyclen - Neue Umweltchemikalien in Fischen und Muschen bzw. Muttermilch und Humanfett
Harald J. Geyer; Gerhard Rimkus; M. Wolf; A. Attar; Christian Steinberg; Antonius A. F. Kettrup
Korrespondenzautor: H. J. Geyer, GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit GmbH, Institut für Ökologische Chemie, Neuherberg, Postfach 1129, D-85758 Oberschleißheim

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Es wird über Kontaminationen mit synthetischen benzoiden Nitromoschus-Verbindungen Moschus Xylol, Moschus Keton, Moschus Ambrette, Moschus Mosken in verschiedenen Fischarten aus Binnengewässern und Forellen aus Aquakulturen, Muscheln, Muttermilch und Humanfett berichtet. Bromocyclen wurde in Süßwasserfischen – besonders Forellen aus dem Ausland – gefunden. Die Nitromoschus-Verbindungen werden in großen Mengen unter anderem als Duftstoffe in Waschmitteln, Seifen, Cremes und Lotions verwendet. Es wird über ökotoxikologische Wirkungen (Fischtoxizität), den biologischen Abbau und das Biokonzentrationspotential dieser Umweltchemikalien in Fischen berichtet. Neben der oralen Aufnahme über die Nahrung muß beim Menschen die Hautresorption und die inhalative Aufnahme von Nitromoschus-Verbindungen berücksichtigt werden. Um diese Rückstände im Menschen und in Lebensmitteln zu reduzieren bzw. zu vermeiden, wird an die Hersteller von Niromoschus-Verbindungen bzw. an die Riechstoff-, Kosmetik- und Reinigungsmittelindustrie appelliert, aus Vorsorgegründen auf die Herstellung bzw. den Einsatz von Nitromoschus-Verbindungen und Bromocyclen in allen ihren Produkten zu verzichten.



6 UWSF (1) 9-17 (1994)

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