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UWSF

Beitragsserien: Vulkanismus und Klima

Transfer von festen, flüssigen und gasförmigen Stoffen aus Vulkanen in die Atmosphäre
Hans-Ulrich Schmincke
Korrespondenzautor: Hans-Ulrich Schmincke, Forschungszentrum für marine Geowissenschaften (GEOMAR), Abt. Vulkanologie und Petrologie, Universität Kiel, Wischhofstr. 1-3, D-2300 Kiel 14

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Die häufigsten vulkanischen Volatilen sind H2O, CO2, SO3 und Halogene. Zusammensetzung, Menge und Injektionsraten von vulkanischen Gasen und Partikeln in die Troposphäre und Stratosphäre hängen ab von der chemischen Zusammensetzung des Magmas, dem plattentektonischen Milieu sowie Eruptionsmechanismen und Eruptionsraten. Über 90% der eruptierten Magmen sind basaltischer Zusammensetzung mit niedriger Viskosität, relativ geringen Volatilengehalten und meist niedrigen Eruptionsraten sowie wenig explosiven Eruptionen überwiegend entlang der mittelozeanischen Rücken in großen Wassertiefen. Magmen in Inselbögen und Subduktionszonen an Kontinenträndern sind H2O-reich, in anderen plattentektonischen Milieus überwiegt in basaltischen Magmen CO2. In mafischen Magmen ist CO2 schlecht löslich und kann daher schon mehrere Kilometer unter der Erdoberfläche als Gasphase aus einem Magma entweichen. Felsische (hochdifferenzierte) Magmen, H2O-reich und CO2-arm, eruptieren oft hochexplosiv, insbesondere an Subduktionszonen, und mit hohen Eruptionsraten, z.B. El Chichón (Mexiko, 1982) und Pinatubo (Philippinen, 1991). Ihre Eruptionssäulen (Gas-/Partikelgemische) können bis ca.
40 km Höhe erreichen und sind Hauptlieferant der in die Stratosphäre injizierten Gasmengen.



5 UWSF (1) 27-44 (1993)

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