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Diskussionsbeiträge

Konversion Chlorchemie - Perspektiven eines Umbaus
Thomas Darimont
Korrespondenzautor: Thomas Darimont, Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie und Bundesangelegenheiten, Mainzer Straße 80, D-65189 Wiesbaden

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Der ungehinderte Ausbau der Chlorchemie der letzten Jahrzehnte kann als eine der entscheidenden umweltpolitischen Fehlentwicklungen bezeichnet werden. Aus der Forderung nach einer systematischen, umweltpolitischen Steuerung der Chlorchemie entstand im Jahr 1992 das Projekt "Konversion Chlorchemie". Ausgangspunkt für das Projekt war eine Bilanzierung der bundesdeutschen Chlorchemie, die seit Anfang 1992 im "Chlorhandbuch" des Umweltbundesamtes vorliegt. Aus dieser Analyse aufbauend, hat des Hessische Umweltministerium die Firma Prognos beauftragt, eine Vorstudie zur "Konversion Chlorchemie" zu erstellen. Nach dieser Analyse der bundesdeutschen Chlor-Produktionsbereiche ergeben sich folgende Perspektiven: Durch schrittweise erfolgende Verfahrensumstellungen und Produktsubstitutionen läßt sich die Primärchloreinsatzmenge in Deutschland innerhalb der nächsten 20 Jahre um 51% reduzieren. Neben den ökologischen Vorteilen - verminderte Risikopotentiale und Emissionen, geringerer Energieverbrauch - ergibt sich auch eine um 5% höhere Beschäftigungsrate in den untersuchten Bereichen. Der Konversion der Chlorchemie ist mit einer Netto-Kostenerhöhung von knapp 1% weitgehend kostenneutral durchzuführen.
Das Projekt "Konversion Chlorchemie" kam im Jahre 1994 zu einem vorläufigen Abschluß.



7 UWSF (5) 280-286 (1995)

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