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Übersichtsbeiträge

Verteilung und Abnahme von bodennahem Ozon in städtischen und ländlichen Regionen
Sebastian Senger; Dietrich J. G. Werner
Korrespondenzautor: Dr. Sebastian U. Senger, Philipps Universität Marburg, Fachbereich Biologie, D-35032 Marburg, e-mail: senger@mailer.uni-marburg.de

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Eine Zusammenstellung der Ozon-Meßwerte der Luftmeßstationnetze in Hessen und NRW ergab für die Jahresmittelwerte von 1990 - 1998 im Durchschnitt eine schwache Abnahme der Ozonkonzentrationen. Dabei lagen die Jahresmittelwerte der Ozonkonzentrationen über Waldstationen doppelt so hoch wie über Stadtstationen. Die Ozonkonzentrationen verhalten sich im regionalen Vergleich umgekehrt proportional zur Verkehrsdichte. In der Zahl der Überschreitungen der gesetzlich festgelegten Grenzwerte von ??180 µg Ozon/m³ pro Jahr lagen die Waldstationen mit dem 2 - 3fachen Wert über den Stadtstationen. Lediglich die jährlichen Maximalwerte der stündlich gemessenen Ozonwerte nähern sich einander. Die hohen Ozonwerte über den Waldstationen stehen im Zusammenhang mit den niedrigen Konzentrationen von NOx. Nachts reduziert sich das Ozon über den Waldstationen durch Rückreaktion mit vergleichsweise geringen Konzentrationen von NO nur bis ca. 50%, während der Ozongehalt über Stadtstationen bis nahe Null absinkt. Dieser Vorgang über den Stadtstationen wird auch durch Photolyse des in hohen Konzentrationen vorliegenden NO 2 und die dadurch erfolgende erhöhte Bildung von Ozon während des Tages nicht wieder kompensiert. Für die hier dargestellten Ergebnisse gibt es prinzipiell keine Unterschiede zwischen den Ozonverhältnissen in Hessen und NRW.




Sebastian Senger; Dietrich J. G. Werner
Corresponding author:: Dr. Sebastian U. Senger, Philipps Universität Marburg, Fachbereich Biologie, D-35032 Marburg, e-mail: senger@mailer.uni-marburg.de

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The compilation of ozone data for the federal states of Hesse and Northrhine-Westphalia (NRW) in Germany indicated that the concentration of ozone level slightly decreased during the years 1990 - 1998. The average concentration of ozone over forest areas is significantly higher than over cities. Only the maximum figures in the years approached one another. However, values passing the legal thresholds (180 µg ozone/m³) were two to three-fold higher over forests than over cities. The ozone concentration in air is inversely proportional to the traffic density. It is suggested that the lower NOx concentration over the forest than over cities is involved in the maintenance of the higher ozone-concentration over forest areas. In the cities, the ozone is reduced by NO to almost zero at night, whereas it is reduced by only about 50% over forests with lower NO concentrations. This reduction is only partially compensated in connection with the photolysis of NO 2 and the subsequent oxidation of O 2 to O 3 during the day. The ozone situation is principally the same in the federal states of Hesse and Northrhine-Westphalia.

11 UWSF (5) 253-259 (1999)

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