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Monitoring



Biomonitoring von Stickstoffimmissionen - Möglichkeiten und Grenzen von Bioindikationsverfahren (Übersichtsbeitrag)
Karsten Mohr
Corresponding author:: Karsten Mohr

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Background, Aim and Scope:
HINTERGRUND UND ZIEL. Die Belastung durch oxidierte und reduzierte Stickstoffimmissionen (NOx, NHy) in der Atmosphäre ist großräumig hoch. Alternativ oder ergänzend zu Immissions-Messungen und Modellrechnungen besteht die Möglichkeit des Biomonitoring von Stickstoffimmissionen (Konzentrationen und Depositionen) mit Pflanzen. Viele der bisher eingesetzten Verfahrensweisen basieren auf bereits erprobten, z.B. in VDI-Richtlinien dokumentierten Methoden und wurden für ein Biomonitoring von N-Immissionen mehr oder minder abgewandelt.
Die vorliegende Studie soll einen Überblick zu den Möglichkeiten des Biomonitoring von N-Immissionen geben, aber auch deren Grenzen im praktischen Einsatz aufzeigen.


Results:
ERGEBNISSE. Wesentliche Wirkgrößen im Biomonitoring sind die N-Konzentrationen im Pflanzengewebe von Spross, Nadeln und Blätter sowie die Artenzusammensetzung der Pflanzenbestände. Diese Reaktionen stehen insbesondere bei Gefäßpflanzen in engem Kontext mit anderen lokal stark variierenden Standorteigenschaften wie dem Boden. Die kurzzeitige Exposition von Gefäßpflanzen gestattet eine standardisierte Quantifizierung des gesamten atmosphärischen N-Eintrag beispielhaft in ein Modellökosystem.

Discussion:
DISKUSSION. Die Anreicherung von Stickstoff im Pflanzengewebe ist bei bodenbewohnenden Moosen und Flechten besonders deutlich und eng mit N-Depositionen korreliert. Die Diversität epiphytischer Flechtengemeinschaften und die Reaktion exponierter Lager von Hypogymnia physodes ist deutlich enger mit erhöhten atmosphärischen Konzentrationen von Ammoniak verknüpft als mit den Stickoxidimmissionen. Dagegen wurden bei der Artenzusammensetzung epiphytischer Moose oder der Bewuchsdichte epiphytischer Algen kein eindeutiger Zusammenhang mit der Höhe eutrophierender N-Immissionen gefunden.

Conclusions:
SCHLUSSFOLGERUNGEN. Einige Bioindikationsverfahren gestatten ein Wirk-Dosis bezogenes, zum Teil standardisiertes Biomonitoring von Stickstoffimmissionen. Zum Teil sehr unterschiedliche Erfahrungen, wie die Biodiversität der Bodenvegetation sowie die Exposition von Flechten, Moospolstern und Graskulturen, zeigen die Notwendigkeit weiterer Forschung auf diesem Gebiet auf.

19 UWSF (4) 255-264 (2007)

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