ScientificJournals.com  

UWSF

VGoeD-Fachtagung: Klimawandel

Klimaänderung – Was weiß die Wissenschaft? (5 S.)
Tillmann Buttschardt
Korrespondenzautor: Tillmann K. Buttschardt, Institut für Geographie und Geoökologie Universität Karlsruhe, Kaiserstraße 12, D-7628 Karlsruhe (tillmann.buttschardt@ifgg.uni-karlsruhe.de)

Zusammenfassung Bestellung von Einzelbeiträgen KB   Volltext
18 Mal heruntergeladen seit April 2005

05. und 06. November 2004, TH Karlsruhe
VGöD in Zusammenarbeit mit dem Institut für Geographie und Geoökologie der Universität Karlsruhe (TH)

DOI: http://dx.doi.org/10.1065/uwsf2005.04.096

Im Zwischenstaatlichen Ausschuss für Klimaänderungen (IPCC) bemühen sich Wissenschaftler international um eine ganzheitliche Sicht der Klimaentwicklung. Dabei wird der Komplexität durch vielfältige Wechselwirkungen zwischen natürlichen Vorgängen, deren Auswirkungen und menschlichem Verhalten soweit möglich Rechnung getragen. Unsicherheiten werden dabei in Form von Konfidenzniveaus ausgedrückt. Im Third Assessment Report werden folgende Grundthesen vorgestellt: Atmosphärische Treibhausgaskonzentrationen und ihre Strahlungsantriebe sind generell während des 20. Jahrhunderts infolge menschlicher Aktivitäten gestiegen. Der daraus resultierende Strahlungsantrieb ist positiv (Erwärmung), mit einem kleinen Unsicherheitsbereich; derjenige des Aerosoleffekts ist negativ (Abkühlung) und kleiner, während der Strahlungsantrieb der indirekten Aerosoleffekte (über Wolken und den Wasserkreislauf) groß sein könnte, aber nicht gut quantifiziert ist. Eine steigende Anzahl von Beobachtungen ergibt ein kollektives Bild einer sich erwärmenden Erde und anderer Änderungen des Klimasystems. Beobachtete Änderungen des regionalen Klimas in den letzten 50 Jahren haben sich in vielen Teilen der Welt auf biologische und hydrologische Systeme ausgewirkt. Es gibt vorläufige Hinweise darauf, dass soziale und wirtschaftliche Systeme ebenfalls beeinflusst werden. Lokale, regionale und globale Umweltprobleme sind oft auf Art und Weisen gekoppelt, die gemeinsam die nachhaltige Befriedigung menschlicher Bedürfnisse beeinflussen. Die Projektionen zeigen in allen SRES-Szenarien eine mittlere globale Oberflächentemperatur, die im 21. Jahrhundert mit einer Geschwindigkeit ansteigt, die es paläoklimatischen Daten zufolge sehr wahrscheinlich in den letzten 100.000 Jahren nicht gegeben hat. Anpassung ist eine auf allen Ebenen notwendige Strategie, um Minderungsbemühungen gegen eine Klimaänderung zu ergänzen. Zusammen können sie dazu beitragen, Ziele der nachhaltigen Entwicklung zu erreichen.



Climate Change and the State-of-Art of Science
Tillmann Buttschardt
Corresponding author:: Tillmann K. Buttschardt, Institut für Geographie und Geoökologie Universität Karlsruhe, Kaiserstraße 12, D-7628 Karlsruhe (tillmann.buttschardt@ifgg.uni-karlsruhe.de)

Abstract Request for single articles KB  Full paper
18 downloads since April 2005

In the Intergovernmental Panel for Climate Change (IPCC), scientists worldwide are working on a holistic view of climate development. This accommodates highly complex interactions between natural occurrences, their effects and human activity as far as possible. Uncertainties are expressed in terms of confidence levels. The Third Assessment Report presents the following cases: Human activities have generally increased the atmospheric concentrations of greenhouse gases and their radiative forcings during the 20th century. The resulting radiative forcing is positive (warming) with a small uncertainty range; that from the direct aerosol effects is negative (cooling) and smaller; whereas the negative forcing from the indirect effects of aerosols (clouds and water cycle) might be large but is not well quantified. An increasing body of observations gives a collective picture of a warming earth and other changes in the climate system. Observed changes in regional climate during the past 50 years have affected biological and hydrological systems in many parts of the world. There are preliminary indications that social and economic systems have also been affected. Local, regional and global environmental problems are often interlinked in ways that, in total, affect the sustainable satisfaction of human needs. The Projections of all SRES scenarios show an increase of the globally averaged surface temperature within the 21st century at a rate which is very likely to be without precedent during at least the last 10,000 years, based on paleoclimate data. Adaptation is a necessary strategy at all scales to complement climate change mitigation efforts. Together they can contribute to sustainable development objectives.

17 UWSF (3) 166-170 (2005)

Development: Enterprise Technologies