DOI: http://dx.doi.org/10.1065/uwsf2003.10.068
Ziel und Hintergrund. Umweltbewertung ist eine Domäne der Wirtschafts-, Rechts- und Naturwissenschaften. Emotionale Aspekte der Bewertung von Natur und Umwelt bleiben dabei weitgehend ausgeblendet. Indessen stellt die Berücksichtigung des emotionalen Naturbezugs eine wichtige Voraussetzung für die Akzeptanz von Natur- und Umweltschutzmaßnahmen dar. Dieser Beitrag hat zum Ziel, die emotionalen Aspekte der Natur- und Umweltbewertung aus einer philosophischen Perspektive zu thematisieren.
Schwerpunkte. Emotionale Aspekte der Bewertung von Natur und Umwelt kommen vor allem bei der ästhetischen und moralischen Bewertung der Natur zum Tragen; hier wird der Natur ein "Eigenwert" zugesprochen. Diese sog. Eigenwert-Intuitionen bilden ein Schlüsselmotiv für das moderne Naturengagement. Der Beitrag greift daher die naturethische Eigenwert-Diskussion auf, befasst sich mit Fragen der Natur- und Landschaftsästhetik und hinterfragt grundlegende Motive des Naturschutzes.
Ergebnisse und Schlussfolgerungen. Die Eigenwert-Intuitionen und das aus ihnen resultierende „Engagement für die Natur“ werden als Relikt mythischen Denkens interpretiert. Dieses Denken zeigt einen spezifischen Aspekt der Natur. Im Begriff des Aspekts liegt es, dass er mit anderen Aspekten (hier: mit ökonomischen, rechtlichen und naturwissenschaftlichen) nicht vergleichbar ist. Das heißt nicht, dass es ohne Sinn und Nutzen wäre, die einzelnen Bewertungsaspekte zu erforschen und ihre Bedeutung für den Naturschutz aufzuzeigen. Beides wird hier versucht.
Für die Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse in konkrete Naturschutzmaßnahmen dürfte vor allem Kreativität und Phantasie gefragt sein, d.h. in erster Linie praktische Vermögen. Die Philosophie kann nur die theoretischen Fragen klären, die ihnen vorausgehen. Da diese auf verschiedenen Ebenen des Mensch-Natur-Verhältnisses zum Tragen kommen (bei der ästhetischen Wahrnehmung von Landschaft; bei der Bewertung von Natur als etwas, das einen „eigenen Wert“ besitzt oder auch beim Engagement für den Naturschutz), ist der Untersuchungsgang dieses Beitrages entsprechend vielschichtig und multi-thematisch. Er greift die philosophische Eigenwert-Diskussion auf, befasst sich mit Fragen der Natur- und Landschaftsästhetik ebenso wie mit den Motiven des Natur- und Umweltschutzes, und er versucht schließlich in einer metatheoretischen Analyse das zu analysieren, was all diesen verschiedenen Erscheinungsformen emotionaler Natureinstellung zugrunde liegt. Seine These lautet: Die emotionale Einstellung zur Natur ist ein Relikt mythischen Denkens
Die Philosophie hat im Zuge der neueren naturästhetischen und umweltethischen Diskussion die Frage des emotionalen Naturverhältnisses aufgegriffen. Eine genauere Analyse der einschlägigen Ansätze, die hier verfolgt werden, zeigt, dass auch sie letztlich nicht geeignet sind, dieses Verhältnis adäquat zu rekonstruieren; und so versucht der Beitrag, einen neuen Weg zu gehen. Er interpretiert, wie schon erwähnt, die emotionale Einstellung zur Natur als Relikt mythischen Denkens und diskutiert die Frage, wie dieser Befund für die Umweltbewertung verwendet werden kann.
iel und Hintergrund. Umweltbewertung ist eine Domäne der Wirtschafts-, Rechts- und Naturwissenschaften. Emotionale Aspekte der Bewertung von Natur und Umwelt bleiben dabei weitgehend ausgeblendet. Indessen stellt die Berücksichtigung des emotionalen Naturbezugs eine wichtige Voraussetzung für die Akzeptanz von Natur- und Umweltschutzmaßnahmen dar. Dieser Beitrag hat zum Ziel, die emotionalen Aspekte der Natur- und Umweltbewertung aus einer philosophischen Perspektive zu thematisieren.
Schwerpunkte. Emotionale Aspekte der Bewertung von Natur und Umwelt kommen vor allem bei der ästhetischen und moralischen Bewertung der Natur zum Tragen; hier wird der Natur ein "Eigenwert" zugesprochen. Diese sog. Eigenwert-Intuitionen bilden ein Schlüsselmotiv für das moderne Naturengagement. Der Beitrag greift daher die naturethische Eigenwert-Diskussion auf, befasst sich mit Fragen der Natur- und Landschaftsästhetik und hinterfragt grundlegende Motive des Naturschutzes.
Ergebnisse und Schlussfolgerungen. Die Eigenwert-Intuitionen und das aus ihnen resultierende "Engagement für die Natur" werden als Relikt mythischen Denkens interpretiert. Dieses Denken zeigt einen spezifischen Aspekt der Natur. Im Begriff des Aspekts liegt es, dass er mit anderen Aspekten (hier: mit ökonomischen, rechtlichen und naturwissenschaftlichen) nicht vergleichbar ist. Das heißt nicht, dass es ohne Sinn und Nutzen wäre, die einzelnen Bewertungsaspekte zu erforschen und ihre Bedeutung für den Naturschutz aufzuzeigen. Beides wird hier versucht.
Für die Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse in konkrete Naturschutzmaßnahmen dürfte vor allem Kreativität und Phantasie gefragt sein, d.h. in erster Linie praktische Vermögen. Die Philosophie kann nur die theoretischen Fragen klären, die ihnen vorausgehen. Da diese auf verschiedenen Ebenen des Mensch-Natur-Verhältnisses zum Tragen kommen (bei der ästhetischen Wahrnehmung von Landschaft; bei der Bewertung von Natur als etwas, das einen "eigenen Wert" besitzt oder auch beim Engagement für den Naturschutz), ist der Untersuchungsgang dieses Beitrages entsprechend vielschichtig und multi-thematisch. Er greift die philosophische Eigenwert-Diskussion auf, befasst sich mit Fragen der Natur- und Landschaftsästhetik ebenso wie mit den Motiven des Natur- und Umweltschutzes, und er versucht schließlich in einer metatheoretischen Analyse das zu analysieren, was all diesen verschiedenen Erscheinungsformen emotionaler Natureinstellung zugrunde liegt. Seine These lautet: Die emotionale Einstellung zur Natur ist ein Relikt mythischen Denkens
Die Philosophie hat im Zuge der neueren naturästhetischen und umweltethischen Diskussion die Frage des emotionalen Naturverhältnisses aufgegriffen. Eine genauere Analyse der einschlägigen Ansätze, die hier verfolgt werden, zeigt, dass auch sie letztlich nicht geeignet sind, dieses Verhältnis adäquat zu rekonstruieren; und so versucht der Beitrag, einen neuen Weg zu gehen. Er interpretiert, wie schon erwähnt, die emotionale Einstellung zur Natur als Relikt mythischen Denkens und diskutiert die Frage, wie dieser Befund für die Umweltbewertung verwendet werden kann. |