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LeitartikelUmweltwissenschaften zwischen Technowissenschaft und neuen Formen der Wissensproduktion Daniel Haag; Gunda Matschonat Korrespondenzautor: Dr. Daniel Haag, Institut für Bodenkunde und Standortslehre (310), Universität Hohenheim, D-70593 Stuttgart, Germany; e-mail: haagd@uni-hohenheim.de
Das Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft befindet sich – beschleunigt durch das Ende des Kalten Krieges – im Wandel. Gewachsene Ansprüche an die gesellschaftliche Verwertbarkeit wissenschaftlichen Wissens und die Verschiebung von der Autonomie des Wissenschaftssystems hin zu gesellschaftlicher Rechenschaftspflicht zeigen diesen Wandel an.Zwar wächst die Bedeutung und gesellschaftliche Nachfrage nach Experten und Expertenwissen, parallel dazu werden jedoch wissenschaftliche Autorität und die Objektivität und Privilegiertheit eines wissenschaftlichen Weltzugangs nicht mehr kritiklos akzeptiert. Die seit dem 19. Jahrhundert etablierte Tradition einer vermeintlich kontextfreien, wertfreien, universellen und autonomen Wissenschaft ist in eine Krise geraten, die wir mit diesem Artikel beleuchten wollen. | | Schlagwörter:Technowissenschaft; Umweltwissenschaften; Wissensproduktion |
14 UWSF (2) 68-69 (2002)
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