|
|
 |
 |
|
|
 |
ÜbersichtsbeiträgeDie Belastung von Wässern mit gentoxischen Substanzen - I. Methoden zur Prüfung der Gentoxizität Christoph Helma; Siegfried Knasmüller; Rolf Schulte-Hermann Korrespondenzautor: Christoph Helma, Siegfried Knasmüller, Rolf Schulte-Hermann, Institut für Tumorbiologie und Krebsforschung, Universität Wien, Borschkegasse 8a, A-1090 Wien
Die Kontamination von Gewässern mit gentoxischen Substanzen ist sowohl aus human- als auch aus ökotoxikologischen Gesichtspunkten bedenklich. In epidemiologischen Studien wurden Korrelationen zwischen gentoxischen Gewässerbelastungen und kanzerogenen Effekten beim Menschen aber auch bei Fischen und Muscheln hergestellt. In dem vorliegenden Übersichtsartikel werden biologische Methoden vorgestellt, die die Detektion gentoxischer Substanzen in Gewässern ermöglichen. Gegenüber chemisch-analytischen Methoden weisen sie den Vorteil auf, dass nicht Einzelsubstanzen, sondern die Kombinationswirkung aller Schadstoffe in einem biologischen Testsystem erfasst werden. Zur Prüfung der Gentoxizität kommen sowohl in vitro als auch in vivo Systeme zum Einsatz. Als Indikatororganismen dienen Bakterien, Pflanzen und Tiere, bei denen primäre DNA-Schäden, Punkt-, Chromosomen- und Genommutationen als gentoxische Entpunkte nachgewiesen werden. Die Vor- und Nachteile der verschiedenen Testsysteme, ihre Einsatzmöglichkeit und die Kombination mehrerer Verfahren zu Testbatterien werden diskutiert und Methoden zur Konzentrierung von Wasserinhaltsstoffen vorgestellt. |
6 UWSF (5) 277-288 (1994)
|
|
|
|