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UWSF

Beitragsserien: Expositionsabschätzung

Beitragsserie: Transfer von PCDD/F und anderen organischen Umweltchemikalien im System Boden-Pflanze-Luft (Hrsg: Walter Klöpffer). Teil II. Ausgasung aus dem Boden und Pflanzenaufnahme
Stefan Trapp; Michael Matthies; Walter Klöpffer
Korrespondenzautor: Dr. S. Trapp, Prof. Dr. M. Matthies, Universität Osnabrück, Angewandte Systemwissenschaft, Albrechtstr. 28, D-49069 Osnabrück

Zusammenfassung Bestellung von Einzelbeiträgen

Teil I: Modellierung des Transferverhaltens
(S. Trapp, M. Matthies, A. Kaune)
Teil II: Ausgasung aus dem Boden und Pflanzenaufnahme
(S. Trapp, M. Matthies)
Teil III: Transferfaktoren Boden-Pflanze und Luft-Pflanze
(M. Matthies, S. Trapp)

PRÄAMBEL. Die Transferprozesse von polychlorierten Dibenzo-p-dioxinen und -furanen (PCDD/F) und anderen organischen Chemikalien in Nahrungspflanzen und Futtermittel, die direkt oder über die Nahrungskette zu einer Zufuhr dieser Verbindungen zum Menschen führen, werden aufgrund physikalisch-chemischer Gesetzmäßigkeiten per Modell beschrieben. Damit lassen sich experimentelle Befunde aus Labor- und Freilandversuchen sowie Feldbeobachtungen theoretisch absichern. Im ersten Teil wird die konkurrierende Aufnahme aus Boden und Luft in Pflanzen behandelt. Es wird ein für organische Umweltchemikalien allgemein anwendbares Modell der Stoffaufnahme in Pflanzen aus Boden und Luft vorgestellt. Im zweiten Teil wird die Ausgasung aus belasteten Böden mit anschließender Sorption an Pflanzen berechnet. Die Ermittlung von Transferfaktoren, die in einfachen Modellen zur Expositionsabschätzung Verwendung finden, wird im dritten Teil dargelegt.

ZUSAMMENFASSUNG. In diesem Beitrag wird die Frage untersucht, ob Ausgasung von PCDD/F aus dem Boden zu einer Kontamination der Luft und der Pflanzendecke führen kann. Hierzu wird das zweite Ficksche Gesetz angewandt. Die Lösung der Gleichung erfolgt unter geeigneten, aber idealisierten Anfangs- und Randbedingungen.

Es zeigt sich, dass nur ein geringer Anteil der PCDD/F aus dem Boden ausgast. Doch bereits diese geringe Menge genügt, um die Atmosphäre bis in große Höhen zu belasten. Ist der Boden hingegen mit Vegetation bestanden, so werden nur die unteren Zentimeter der Pflanzendecke betroffen. Aus dem Ergebnis werden Empfehlungen für die Nutzung kontaminierter Böden abgeleitet.



6 UWSF (3) 157-163 (1994)

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