Ziele, Granzen und Möglichkeiten des Biomonitorings werden aufgezeigt. Der Beitrag hinterfragt zunächst die Ursachen der raschen Entwicklung des Biomonitorings, die 1. in der Verbesserung der analytische Voraussetzungen durch die Instrumentelle Analytik liegen, und 2. in den Vorteilen, die Bioindikatoren im Vergleich zu analytischen Messgeräten bieten: die flächendeckende Umweltüberwachung über große Areale, der ökosystemare Ansatz und die Möglichkeit der retrospektiven Analyse. Drei charakteristische Gesichtspunkte im Gesamtkomplex Bioindikation/Biomonitoring werden dargestellt: das Akkumulationsprinzip, die Raum- und Zeitparametrisierung des Verfahrens und der Komplexizitäts-Spezifitätszusammenhang.
Der Beitrag folgert, dass es bisher noch nicht gelang, einen Organismus zu finden, der einer echten Quantifizierung der Umweltbelastung in bezug auf Raum und Zeit standhält. Ansätze zu neuen und verwertbaren Befunden werden gefordert. |