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ÜbersichtsbeiträgeDie Validität von Umweltdaten - Kriterien für ihre Zuverlässigkeit: Repräsentativität, Qualitätssicherung und -kontrolle Winfried Schroeder; C.-D. Garbe-Schönberg; Otto Fränzle Korrespondenzautor: W. Schröder, Geographisches Institut, Universität Kiel, AG Regionale Umweltanalyse und -planung, Ludewig-Meyn-Straße 14-16, W-2300 Kiel 1
Die Validität von Umweltdaten bemisst sich nach 1. der Richtigkeit und Präzision der Datenerhebung, 2. der Repräsentativität der beprobten Objekte. Ziel dieser Arbeit ist es, darauf hinzuwirken, dass diese beiden Kriterien zur Beurteilung der Zuverlässigkeit von Umweltinformationen als Grundlage ökologisch adäquater Handlungsstrategien stärker als bisher herangezogen werden.
Ein geowissenschaftlicher Begriff der Repräsentativität wird begründet und auf ökosystemare Untersuchungen übertragen. Beispielhaft wird eine Methodik zur laborinternen Qualitätssicherung und -kontrolle dargestellt, die vor allem den langfristigen Charakter von Monitoringprogrammen berücksichtigt. Die beschriebenen Verfahren ermöglichen die Auswahl repräsentativer Probenahmestellen und die Überprüfung der räumlichen Aussagereichweite der an diesem Ort erhobenen Daten. Voraussetzung für diese Validierung ist, dass die Datenerhebung den Hauptgütekriterien der klassischen Messtheorie genügt (Objektivität, Reliabilität [=Zuverlässigkeit], Validität [=Gültigkeit]), in die sich die Begriffe der chemisch-analytischen Qualitätskontrolle einordnen lassen. Deren Realisierbarkeit in der Laborpraxis wird am Beispiel von Schwermetallmessprogrammen für Regenwasser (Gesamtdeposition) beschrieben. Die Erörterungen münden in die Forderung ein, Qualitätskontrollen als obligatorischen Bestandteil umweltbezogener Datenerhebungen zu etablieren. | | Schlagwörter:Umweltdaten |
3 UWSF (4) 237-241 (1991)
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