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Schwerpunktthemen

Die Bedeutung der Zeit - Teil III: Die Vielfalt der Zeiten in den Umweltwissenschaften: Herausforderung und Hilfe
Klaus Kümmerer; Martin Held
Korrespondenzautor: Dr. rer. nat. Klaus Kümmerer, Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene, Universitätsklinikum Freiburg, Hugstetterstraße 55, D-79106 Freiburg

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Es gibt in der unbelebten Natur und auf allen Stufen des Lebens eine große Vielfalt von Zeit(en) mit wechselseitigen Abhängigkeiten, die sich in Form vielfältiger Zeitskalen und Rhythmen, aber auch in der Bedeutung von Zeitpunkten und Zeitdauern manifestiert. Dies zu berücksichtigen bedeutet z.B. sich bewußt zu sein, daß Ökosysteme eine Geschichte haben und neben den räumlichen Aspekten auch ihre zeitliche Ausdehnung zu beachten. Die zeitliche Ausdehnung (Skaligkeit) bestimmt beispielsweise die Empfindlichkeit von Ökosystemen mit. Zeitpunkte und Dauer sowie die Dynamik von Ereignissen, von Wirkungen und Folgen lassen sich unter Einbezug der Zeit besser verstehen. Aber auch ein Dilemma der Umweltforschung, die Repräsentativität von Modellen, tritt unter zeitlichen Aspekten noch deutlicher hervor. Weitere Fragen, die sich ergeben, sind die nach der Dynamik und Entwicklung von Ökosystemen. Die Orientierung an Rhythmen, Zeitskalen und Eigenzeiten der Ökosysteme und ihrer Teile ermöglicht neue Sichtweisen und Zugänge Umweltforschung, die in ihrer Bedeutung weit in andere Bereiche wie Ökonomie, Politik und Gesellschaftswissenschaften hinein reichen.



The Significance of Time in the Environmental Sciences
Part III: Temporalities - Challenge and Paradigms in the Environmental Sciences
Klaus Kümmerer; Martin Held
Corresponding author:: Dr. rer. nat. Klaus Kümmerer, Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene, Universitätsklinikum Freiburg, Hugstetterstraße 55, D-79106 Freiburg

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The consideration of time in environmental research allows new insights into the fundamentals of environmental research and new pathways for perceiving and answering questions which might arise in environmental research. In order to take this all into account, one must realize that ecological systems have a history and that both the spatial aspects and the chronological expansion of these systems must be taken into consideration. Considering temporalities, rhythms and time scales as well as their interdependencies in environmental research and environmental protection enables us to obtain a better understanding. The significance of relationships and functions in ecological systems can be perceived better as well. The impact of pollutants as well as the outcome of human actions in ecology, and in economics and politics, is consequently mandatory for not only a spatial, but also for the involved temporal scales.

9 UWSF (5) 283-290 (1997)

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