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UFP

Originalarbeiten

PCB-Konzentrationen im menschlichen Blut
Ilona Bleeker; Anna Barbara Fischer; Friedrich Tilkes; Thomas Eikmann
Korrespondenzautor: Dipl.-Ing. (FH) Ilona Bleeker, Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen, Friedrichstraße 16, D-35392 Gießen

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Polychlorierte Biphenyle (PCB) wurden aufgrund ihrer chemischen und physikalischen Eigenschaften in offenen und geschlossen technischen Systemen vielfältig eingesetzt. Trotz der Anwendungsverbote in 1978 und 1989 sind PCB aufgrund ihrer Persistenz auch heute noch in den Umweltmedien und im menschlichen Blut nachweisbar. In den letzten Jahren ist ein Rückgang der PCB-Konzentration in Lebensmitteln, im menschlichen Blut und in der Frauenmilch festzustellen. In der vorliegenden Arbeit wird die PCB-Konzentration im menschlichen Blut in Abhängigkeit von verschiedenen Einflußfaktoren dargestellt. Besondere Bedeutung kommt der PCB-Aufnahme durch die Nahrung zu; dabei spielen Fisch und andere fettreiche tierische Lebensmittel eine große Rolle. Berufliche Belastungen wurden in der Vergangenheit vor allem bei Arbeitern aus der PCB-Produktion, aus Kondensatorenfabriken und Sonderabfallanlagen beschrieben. Durch die Verwendung von PCB als Baumaterialien können erhöhte Raumluftkonzentrationen verursacht werden. Davon sind häufig Schulen und Kindergärten betroffen. In mehreren Untersuchungen wurden trotz erhöhter Innenraumluftkonzentrationen keine erhöhten PCB-Konzentrationen im Blut der betroffenen Personen ermittelt. In Untersuchungen mit niedrigen Nachweisgrenzen konnten teilweise Konzentrationserhöhungen der niedrig chlorierten Kongenere gemessen werden. In neueren Untersuchungen wurden auch für andere Kongenere einige Referenzwertüberschreitungen festgestellt. Doch auch hier ist der Anteil der inneren Exposition über die Raumluft verglichen mit der Exposition über die Nahrung als gering einzustufen.



AbstractPCB-Concentration in Human Blood
Ilona Bleeker; Anna Barbara Fischer; Friedrich Tilkes; Thomas Eikmann
Corresponding author:: Dipl.-Ing. (FH) Ilona Bleeker, Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen, Friedrichstraße 16, D-35392 Gießen

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Because of their chemical and physical properties PCB have been used in a variety of applications in open and closed systems. In spite of the restrictions of use in 1978 and 1989 they can still be found in environmental media and in human blood. In the last years a decrease in PCB concentrations has been noted in food, human blood and human breast milk. In the present paper PCB concentrations in human blood as related to several influencing factors are reviewed. The most important source of PCB intake is the ingestion of food, especially fish and other fatty animal products. Occupational exposure has been reported for workers in the PCB industry, capacitator factories, and in hazardous waste disposal. Due to the use of PCB in building materials elevated indoor air concentrations have been caused. Often schools and kindergartens are concerned. In several studies no increased PCB levels have been detected in the blood of exposed persons in spite of elevated indoor air concentrations. In analyses with low detection limits the concentrations of lower chlorinated congeners were partly increased. In recent studies also the reference values of other congeners were sometimes exceeded. But even in these cases the contribution of indoor air exposure must be considered small compared to the intake through food.

4 UFP (2) 84-96 (1999)