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Übersichtsbeiträge

Gesundheitsrelevante Wirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder des Mobilfunks und anderer neuer Kommunikationssysteme
Jiri Silny; Michael Meyer; Gerhard Andreas Wiesmüller; Wolfgang Dott
Korrespondenzautor: Prof. Dr. Jiri Silny, Forschungszentrum für Elektro-Magnetische Umweltverträglichkeit (femu), Universitätsklinikum, RWTH Aachen, Pauwelsstraße 30, 52074 Aachen; E-Mail: silny@femu.rwth-aachen.de

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Mobilfunk und andere neue digitale Kommunikationssystemewie WLAN oder Bluetooth erhöhen die Immission der Bevölkerung durch niederfrequent pulsmodulierteMikrowellen im Alltag. Anhand der Literatur, die in den letzten zehn Jahren weltweit in wissenschaftlichen (begutachteten) Fachzeitschriftenveröffentlicht worden ist, soll exemplarisch überprüftwerden, ob und ggf. inwieweit die in der Öffentlichkeitimmer häufiger geäußerten Befürchtungen in Bezug auf mutmaßliche gesundheitliche Schäden durch die Mobilfunkfelder nachzuvollziehenbzw. zu begründen sind. Dazu werden nur Publikationen herangezogen, die die diskutierten gesundheitlichenEndpunkte Kanzerogenese, subjektive Beschwerden, Schlafstörungen, Beeinflussung kognitiver Leistungen, Einfluss auf Blutdruck und Funktionsstörungen elektronischer Implantate unter Einwirkung von Mobilfunkfeldern behandeln.Die kritische Auswertung der vorliegenden Literatur zu Kanzerogenese, subjektiven Beschwerden, Schlafstörungen und Blutdruckbeeinflussungführt insgesamt zu erheblichen Zweifeln aneiner Ursächlichkeit oder auch nur einer Beteiligung von Mobilfunkfeldernan den genannten Gesundheitsstörungen.Probanden-Studien zu den kognitiven Leistungen zeigen entwederkeinen Einfluss oder aber eine geringe Leistungssteigerungunter der Einwirkung von Handy-Feldern, was eventuell auf eine schwache fokale Erwärmung des Gehirns zurückzuführen ist. Implantierte Herzschrittmacher und Defibrillatoren können von Handy-Feldern faktisch nur beim Anlegen eines in Betrieb befindlichenHandys an die Körperoberfläche direkt über dem Aggregat gestört werden.Auf dieser Grundlage kann das Risikopotenzial von Handy-Feldern– und umso mehr das der etwa 100- bis 1000fach schwächeren Felder, die von den Sendemasten ausgehen – für die Gesundheit als sehr gering eingestuft werden.



Health effects from radiofrequency electromagnetic fields ofmobile phones and other new communication systems
Jiri Silny; Michael Meyer; Gerhard Andreas Wiesmüller; Wolfgang Dott
Corresponding author:: Prof. Dr. Jiri Silny, Forschungszentrum für Elektro-Magnetische Umweltverträglichkeit (femu), Universitätsklinikum, RWTH Aachen, Pauwelsstraße 30, 52074 Aachen; E-Mail: silny@femu.rwth-aachen.de

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Mobile phones and other new digital communication systemslike WiFi (WLAN) or Bluetooth increase the immission on thegeneral population by low-frequency pulse-modulated microwavesin every day life. The objective of this review was to investigatewhether the world-wide scientific literature (peer-reviewed)provides reliable evidence for adverse health effects of these microwaves on the general public. Only literature with healthrelatedendpoints published in peer-reviewed journals of the lastdecade was consulted. The most important and widely discussed health-related endpoints are cancerogenesis, subjective health complaints, sleep disturbances, impacts on cognitive functions,influence on blood pressure and interference of microwaves with electronic implants.Literature on cancerogenesis, subjective health complaints, sleepdisturbances and change of blood pressure give rise to seriousdoubt on the causality or even co-promotion of the microwave son these health disorders.Studies with test persons on cognitive capacity do not show anyeffects or only weak positive capacity changes, respectively. This result could possibly be attributed to a weak focal warming ofthe brain by fields of cellular phones. Implanted cardiac pacemakers and defibrillators can be disturbed by the fields of cellularphones only when these are operated in direct vicinity of the aggregates. On this scientific basis the potential risk of adverse health effects from the fields of cellular phones – and particularly from thefields originating from the base stations which are 100 to 1,000 times weaker – must be considered very low.

9 UFP (3) 127-136 (2004)